
Die Veränderungen in der Kundenerwartung führen zu einer immer stärker fortschreitenden Forderung nach individueller Bedürfnisbefriedigung.
Die Innovationsdynamik muß sukzessive erhöht werden. Damit werden die Produktlebenszyklen aber immer kürzer.
Hohe Verfügbarkeit von Produkten bei gleichzeitig günstigem Preis ist mittlerweile eine Basisanforderung des Marktes.
Um weiterhin "begeistern" zu können müssen Unternehmen daher mit besseren Differenzierungsstrategien arbeiten:
Für die Bedeutung der Kundenbindung ist eine wesentliche Erkenntnis neuester Untersuchungen, daß die Diensleistungsqualität die reine Produktqualität überholt hat.
Dienstleistungsqualität ist also einer der wichtigsten Schlüsselfaktoren für die Kundenbindung.
Hierbei wird zwischen objektiver und subjektiver Dienstleistungsqualität unterschieden.
Da die Messbarkeit wesentlich von der Genauigkeit der Definition der Zielanforderungen abhängt, kann sich ein vermeintlich objektives Qualitätskriterium leicht als ein subjektives herausstellen.
Die vom Auftraggeber empfundene Übereinstimmung ist aber überlagert von seiner Ausgangsvorstellung sowie vom Geschick, sein Arbeitsergebnis positiv zu "verkaufen".
Zusammengefaßt zeichnen sich die erfolgreichsten Unternehmen stets durch folgende 3 Gemeinsamkeiten aus:
Das PIMS-Konzept (Profit Impact of Market Strategies, dt. Gewinnauswirkung von Marktstrategien) stammt aus dem strategischen Management und beschreibt, welche Schlüsselfaktoren eines Unternehmens mit seinem wirtschaftlichen Erfolg korreliert sind.
Für PIMS ist die Qualität aus Kundensicht maßgebend:
Letztendlich erhält man einen Qualitätsindex ("relative Qualität").
Durch die PIMS-Studie wird die hohe Wechselwirkung zwischen der vom Kunden wahrgenommenen Qualität und dem vom Markt akzeptierten Preis belegt:
Die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens, die Qualitätsforderungen über alle Phasen des Produktlebenszyklusses zu erfüllen, ist ein entscheidendes Merkmal erfolgreicher Unternehmen ("Qualitätsfähigkeit")
Gerade die Prozeß- und Verfahrensqualität muß auf höchstem Niveau angesiedelt werden. Darüber hinaus müssen Produktqualität, Dienstleistungsqualität, Führungsqualität und Mitarbeiterqualität beachtet werden.
Bei vielen hochgradig arbeitsteiligen Organisationsstrukturen (viele Produkte, kurze Produktlebenszyklen, viele Schnittstellen) ist bezüglich Qualitätsfähigkeit noch ein großes Verbesserungspotential vorhanden.
Das höchste erreichbare Ziel jedes Qualitätmanagementsystems ist eine prozeßorientierte TQM-Umsetzung.
total
"Total"-Prozeßmanagement bedeutet eine bereichs- und funktionsübergreifende partnerschaftliche Kommunikation mit allen Stakeholdern:
- Einbeziehung der Kunden (Kundenorientierung)
- Einbeziehung aller Unternehmensangehörigen (Mitarbeiterorientierung)
- Einbeziehung aller Lieferanten (Kunden-Lieferanten-Beziehung)
- mitwirkungsorienterter Dialog mit der Öffentlichkeit im Sinne der proaktiven Öffentlichkeitsarbeit (Gesellschaftsorientierung).
quality
"Qualität" wird dabei als "globale Qualität des Unternehmens" betrachet.
management
Die Beharrlichkeit und Zielorientiertheit (Qualitätspolitik und -ziele) des Managements muß als Verpflichtung im Sinne einer Vorbildfunktion verankert werden.
Total Quality Management bezeichnet also die durchgängige, fortwährende und alle Bereiche einer Organisation erfassende aufzeichnende, sichtende, organisierende und kontrollierende Tätigkeit, die dazu dient, Qualität als Systemziel einzuführen und dauerhaft zu garantieren:
Folgende acht Grundsätze müssen dabei erfüllt werden:
All diese Konzepte finden sich in der EN ISO 9000:2008 wieder. Die Norm ist somit eine umfassende Grundlage für Total Quality Management.
Der Demingkreis oder PDCA-Zyklus ist ein wesentlicher Bestandteil des modernen Qualitätsmanagements.
Umgelegt auf Qualitätsmanagementsysteme bedeutet das:
Entsprechend der DIN EN ISO 9001 müssen Unternehmen ein konsistentes QM-System aufbauen, beschreiben und kontinuierlich verbessern. Dabei ist in einem Zertifizierungsaudit darzulegen, in welcher Weise alle Forderungen der Norm im unternehmensspezifischen QM-System berücksichtigt und realisiert wurden.
Diese Forderungen gliedern sich analog zu den vier Bausteinen des Prozessmodells der DIN EN ISO 9001.
Kernaufgabe der Leitung ist die Formulierung einer Qualitätspolitik mit transparenten Qualitätszielen. Die Erreichung dieser Ziele muss in einer umfassenden Qualitätsplanung dargelegt werden, in der alle erforderlichen Maßnahmen und Methoden festgelegt werden.
Im Rahmen des QM-Systems werden alle relevanten Verantwortlichkeiten und Befugnisse festgelegt und in einem QM-Handbuch beschrieben.
Das Management verpflichtet sich zu kontinuierlich durchzuführenden Bewertungen (Reviews) der Prozesse und des gesamten QM-Systems.
Die Leitung muss gewährleisten, dass ein System zur Lenkung (Verteilung und Pflege) von Dokumenten und von Aufzeichnungen aufgebaut wird.
Das Unternehmen muss darlegen, wie es alle erforderlichen Mittel zur kundengerechten Produktrealisierung identifiziert und verfügbar macht.
Dazu gehört die geeignete Auswahl und Förderung (Schulung) von Personal, die Bereitstellung optimaler Einrichtungen (Maschinen, Anlagen, Werkzeuge und Vorrichtungen, Hard- und Software, etc.) und die Schaffung einer förderlichen Arbeitsumgebung.
Zur Schließung der unterschiedlichen Regelkreise im QM-System muss das Unternehmen Maßnahmen zur Messung und Analyse der Prozesse planen und einführen. Elementar ist die Messung der Kundenzufriedenheit.
Es ist detailliert zu planen welche Messungen (Prüfungen) und Überwachungen an Prozessen (vor allem Produktionsprozessen) und Produkten durchzuführen sind.
Als zentrales Mittel zur Bewertung der Wirksamkeit des QM-Systems werden interne Audits festgelegt.
Die Erkenntnisse aus den unterschiedlichen Messungen müssen zu nachvollziehbaren Maßnahmen führen.
Dies sind Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen, welche die Lenkung fehlerhafter Produkte und Leistungen einbeziehen, einerseits, und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess andererseits.
Prozesse überwachen, messen und analysieren
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