
Durch den hohen Standardisierungsgrad der Befragung und damit geringen Gestaltungsmöglichkeit des Interviewers soll die Vergleichbarkeit der Ergebnisse sichergestellt werden.
Nach der Art der Durchführung einer Befragung sind prinzipiell die folgenden Varianten denkbar:
Die Auswahl der Methode hängt unter anderem vom Ziel der Befragung und von der Größe der gewünschten Anzahl der Teilnehmer ab.
Im Rahmen einer schriftlichen Befragung wird ein Fragebogen mit der Bitte zugestellt, diesen selbständig auszufüllen und innerhalb einer vorgegebenen Frist zurückzusenden.
Die Vorteile dieser Erhebungsvariante liegen vor allem in der raschen und kostengünstigen Durchführung, der längeren Überlegungsfrist (falls erwünscht) sowie in der Minimierung des Interviewereinflusses.
Andererseits stehen diesen Vorteilen mitunter auch erhebliche Nachteile, wie die oftmals sehr geringe Rücklaufquote oder das schwerwiegende Problem gegenüber, daß nicht der intendierte Respondent, sondern eine dritte Person den Fragebogen ausfüllt.
Für Marktforschungen werden zunehmend Online-Befragungen durchgeführt. Dabei wird ein Fragebogen ins "Netz" gestellt. Der Fragebogen kann mittels Link (z.B. per Email) aufgerufen werden.
Die wesentlichen Vorteile liegen in der Raschheit, mit der Befragungen mitunter durchgeführt werden können, in den geringen Durchführungskosten sowie den vielfältigen Darstellungs- und Gestaltungsmöglichkeiten.
Als nachteilig ist besonders das Repräsentanzproblem hervorzuheben, das vor allem darin besteht, daß nur solche Personen befragt werden können, die einen Zugang zum Internet besitzen.
Außerdem ist sicherzustellen, daß jeder Respondent den Fragebogen nur einmal ausfüllt und daß der Befragte auch in die Gruppe potentieller Respondenten paßt.
Computer Assisted Telephone Interview (CATI) bezeichnet die Unterstützung des telefonischen Interviews mit Hilfe des Computers.
Der Fragebogen wird in ein Computerprogramm umgesetzt. Die Interviewer führen dann die Interviews am Bildschirm durch, und das Fragebogenprogramm (CATI-Programm) präsentiert Frage für Frage am Bildschirm. Der Interviewer gibt die Antwort ein. Die gesamte Ablauflogik des Fragebogens wird durch das Computerprogramm korrekt durchlaufen.
Dabei sind Interviewer und Respondent telefonisch miteinander verbunden und der Interviewer liest die Fragen ab.
Die Vorteile der Methode liegen vor allem im geringen Interviewereinfluß, dem fehlerfreien weil programmgesteuerten Befragungsablauf, vor allem aber auch in der Kosteneffektivität.
Als nachteilig ist anzuführen, daß keine Möglichkeit besteht, Abbildungen oder komplexe Listen vorzulegen und daß die Interviewdauer auf etwa 30 Minuten beschränkt ist.
Die Face-to-face-Befragung ist eine Befragungssituation, in der Respondent und Interviewer physisch am selben Ort anwesend sind und daher in direktem Kontakt miteinander interagieren.
Die Vorteile dieser Erhebungsvariante liegen vor allem in der Tatsache, daß auch längere Interviews möglich sind und daß der Interviewer gegebenenfalls lenkend bzw. erklärend eingreifen kann.
Eine besondere Spielart der F2F-Befragung ist die mittels CAPI-Methode (Computer Assisted Personal Interviewing), bei der die Befragung anhand eines elektronischen Fragebogens, der auf einem Laptop gespeichert ist, durchgeführt wird.